
Im Vordergrund der Neubau für die BETEK-Hartmetallfertigung

Die BETEK Service-Ingenieure betreuen Ihre Kunden bei Bedarf vor Ort, direkt an der Baustelle.
BETEK sagt Ja zum Standort Deutschland
Produktionsverlagerungen ins Ausland bewegen mehr und mehr Menschen in Deutschland. Aber es gibt sie noch, die Unternehmen, die sich zum Standort Deutschland bekennen. Dazu gehört auch BETEK als international bedeutender Hersteller von Hartmetall-Verschleißwerkzeugen.
Wer eine Straßenfräsen im Einsatz sieht, kann davon ausgehen, dass BETEK-Werkzeuge montiert sind und den Straßenbelag abtragen. Auch beim Surfacemining und Stabilisieren, beim Horizontalen Bohren, Schlitzwand- und Grabenfräsen, im Berg-, Tunnel- und Spezialtiefbau sowie im Recycling kommen BETEK-Werkzeuge zum Einsatz. Gleichzeitig wird ein umfassendes Hartmetallprogramm mit verschiedenen Qualitäten und Geometrien angeboten.
"Natürlich macht uns der enorme Preisdruck ausländischer Erzeugnisse schwer zu schaffen," betont der Geschäftsführer Karl Kammerer, "und unserer hochwertigen Werkzeuge werden immer schneller in minderer Qualität kopiert." Deshalb lässt das Unternehmen schon lange alle innovativen Produktentwicklungen patentieren. Aber das ist nur eine der vielen Maßnahmen, sich am Markt zu behaupten. Wichtige Faktoren sind innovative Werkzeuge, eine gleichbleibend hohe Produktqualität, der exzellente weltweite Service und die Versorgungssicherheit. Das alles will BETEK weiterhin gewährleisten und gleichzeitig neue Märke für Hartmetall erschließen. Daher wagte das Unternehmen eine Millionen- investition und erstellte auf dem firmeneigenen Gelände einen Neubau für die Hartmetallfertigung. Damit erweitert sich die vorhandene Produktionsfläche um weitere 3.000 Quadratmeter.
Die Produktionskapazitäten erhöhen sich damit um 40 Prozent. Mit dieser Maßnahme sind grundlegende firmenpolitische Ziele verknüpft. Ein Hauptargument war die Senkung der Produktionskosten. Im Neubau konnten die Abläufe in der Pulverlogistik verbessert werden. Im Bereich Pressen wurde weiter automatisiert. Im Sinter-Hip- Bereich, dort wo Hartmetall durch eine enorme Hitze seine harten Eigenschaften erhält, arbeiten jetzt Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus wurde auch bei der neuen Produktion in Umweltmaßnahmen sowie in Sicherheit und Qualität der Arbeitsplätze investiert. Sobald der neue Sprühturm steht, hat BETEK eine der modernsten Hartmetallfertigung weltweit. All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass BETEK - und damit auch die Kunden von BETEK - wettbewerbsfähig bleiben. Das wiederum sichert die Arbeitsplätze in Aichhalden.
Mit den erhöhten Produktionskapazitäten wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit noch schneller auf Kundenwünsche reagiert werden kann. Zum anderen sieht BETEK noch Wachstumschancen, auch wenn die Baubranche nach wie vor kränkelt. Die Unternehmensleitung will darüber hinaus Nischenmärkte erobern. Hartmetall wird ja bekanntlich als hervorragender Verschleißschutz eingesetzt. Es gibt aber noch viele Branchen, die diesen Vorteil noch nicht nutzen. Die einzigartigen Eigenschaften von Hartmetall sollen daher vermehrt kommuniziert werden. Denn überall, wo z. B. Stahl als Verschleißschutz eingebaut ist, wäre Hartmetall oft die wirtschaftlichere Alternative. Verschleißschutz an Pflugscharen oder im Gleisbau sind nur zwei der schon realisierten Beispiele.
Baubeginn war im April 2003. Der Bauzeitenplan geht bis Ende 2005. Die neuen Büroräume für das Produktions- personal sind bereits bezogen. Auch das neue großzügige Schulungscenter mit Ausstellung für die BETEK-Kunden ist eingerichtet. Die Fertigungsanlagen sind weitgehend installiert. Der neue Sprühturm, sozusagen das Herzstück der neuen Hartmetallfertigung, wurde bereits angeliefert. Mit seiner Inbetriebnahme kann der Neubau endgültig seiner Funktion übergeben werden.