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Maulwürfe unter Lausanne

"Maulwürfe" unter Lausanne

Der Boden der Waadter Hauptstadt wurde durch die "Baustelle des Jahrhunderts" durchwühlt. Kilometerlange Tunnel entstanden für die erste Schweizer Metro und den künftigen Tridel-Mülltransportzug.

An fünf Tagen in der Woche gruben sich 16 Stunden lang 100 Tonnen schwere Teilschnittmaschinen durch den Boden unter Lausanne. Sie bohrten Zentimeter für Zentimeter die Tunnel für die M2 genannte Lausanner Metro und den Mülltransportzug, der die Müllaufbereitungsanlage Tridel am Rand von Lausanne anfahren wird. Mit diesen beiden Projekten erfährt die Stadt Lausanne die größte Umgestaltung in ihrer Geschichte. Allein das Tridel-Projekt hat ein Volumen von 360 Millionen Franken, die Metro M2 wird 590 Millionen Franken kosten. Beide Baustellen liegen zwar nah beieinander, haben jedoch nichts miteinander zu tun. Gemeinsam ist ihnen lediglich der gleiche Zeitraum.

Hohe Tagesleistungen

Insbesondere beim Tridel-Tunnel waren sechs imposante Teilschnittmaschinen der Firma Eickhoff, darunter eine ET 380 L im Einsatz. Bestückt wurden sie mit Werkzeugsystemen von BETEK. Der deutsche Hersteller aus Aichhalden im Schwarzwald stimmt die Hartmetallqualität der Werkzeugsysteme speziell auf die Anwendung ab. Dadurch wird der Verschleiß minimiert.

Zuerst wurden die Meißel BGS 27 und BGS 75 montiert. Im Metrobereich stieß man jedoch auf Gestein mit hohen, stark abrasiven Quarzanteilen. Hier wurde ein anderer BETEK-Meißel gewählt, der BGS 66. Er stellte sich als die optimale Bestückung heraus. "Der Tagesrekord lag übrigens bei 30 Metern," so Herr Eichelberger von BAZ Service in Horgen, der Schweizer Vertretung für BETEK-Werkzeugsysteme, " denn mit BETEK-Qualität sind hohe Standzeiten drin und kann ein hoher Vorschub gefahren werden."

"Wie ein Videospiel"

Die Maschinen wurden über einen Bildschirm gesteuert, auf dem eine grüne Kugel zu sehen ist. Sie repräsentiert den Bohrkopf, der sich durch die Molasse des Stollens arbeitet. Wird die Kugel gelb, weiß der Maschinist, dass er 2 cm vom Dach des künftigen Tunnels abgewichen ist. Ändert sie ihre Farbe zu rot, beträgt die Abweichung mehr als 5 cm und die Maschine ist außerhalb der Toleranz. "Die Genauigkeit des Systems ermöglichte ein deutlich geringeres Ausschachtungsvolumen und große finanzielle Einsparungen, da nur die wirklich benötigte Tunnelgröße erstellt wurde", so der Vorarbeiter des künftigen Saint-Laurent-Tunnels.

Tunnel jetzt in der Ausbauphase

Der Tunneldurchstich erfolgte inzwischen bei beiden Projekten und die Ausbauarbeiten sind in vollem Gange. Einmal mehr hat es sich gezeigt, wie wichtig die perfekte Abstimmung von Maschine, Werkzeug und Bearbeitungsaufgabe ist. Für diese Lösungen aus einem Guss steht der Name BETEK mit der Garantie für "Weiterkommen!".

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