
Endlose Reihe: Pipeline-Rohre vor der Installation in der jemenitischen Wüste

Scharfkantige Gesteinsbrocken waren eine Herausforderung beim Fräsen

Ulrich Krämer vom BETEK Team beim Werkzeugtest vor Ort

Spezial-Kettenfräse, bestückt mit BETEK Hartmetallwerkzeug

BETEK Rundschaftmeißel der Baureihe BKF, CAD-Zeichnung
Die Republik Jemen liegt im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Das Land, das ca. eineinhalb Mal die Fläche von Deutschland hat, grenzt östlich an den Oman, im Süden an den Golf von Aden, in westlicher Richtung an das Rote Meer und im Norden an Saudi Arabien. Das Klima ist trocken und heiß mit Tagestemperaturen über 400C, landschaftlich herrschen Steppen, Halbwüsten und Wüstengebiete mit Gestein vulkanischem Ursprungs und weiten Sand- und Kiesflächen sowie Kalkgestein vor.
Die Region lebt u. a. von Erdöl- und Erdgasvorkommen, sowie vom Abbau von Salz und Kalk.
2007 rief ein ungewöhnliches Fräsprojekt den BETEK Service in den Jemen.
Im Rahmen des Ausbaus der jemenitischen Infrastruktur wurde der Bau einer neuen Gas-Pipeline von einem Hafen am Golf von Aden aus ca. 250 km lang in Richtung der Hauptstadt Sanaa realisiert.
Die Gasleitung musste aus Sicherheitsgründen unterirdisch verlegt werden. Aus diesem Grund musste auf den felsigen Teilabschnitten selektiv ein Graben von 2,5 Meter Tiefe und 1,4 Meter Breite gefräst werden.
Das Projekt lief bereits, jedoch hatte das Bauprojekt-Team mit verschiedenen geologischen Problemen zu kämpfen: durch den Wechsel von reinem Sand zu Gestein - einem Mix unterschiedlichster, teils scharfkantiger Gesteinsbrocken von bis zu einem halben Meter Größe, u. a. bestehend aus Gneis, Granit und Quarz, die in Sedimentmasse eingebunden waren, gingen die Arbeiten beim Grabenfräsen mit Spezialmaschinen nur sehr schleppend voran: 6,5 Meter Vortrieb pro Stunde war entschieden zu wenig. Die zum Fräsen verwendeten Werkzeuge erbrachten bei weitem nicht die gewünschte Leistung, denn die Werkzeughalter setzten sich beim Einsatz sofort mit dem gefrästen Material zu und die Werkzeuge rotierten nicht mehr, was schnellen Verschleiß und häufigen Projektstillstand wegen Wartungsarbeiten zur Folge hatte.
Auch die Fixierungselemente, mit denen die Werkzeuge in ihren Halterungen befestigt waren, wurden innerhalb kürzester Zeit verformt und sogar teilweise abgerissen, so dass es fast unmöglich war, verschlissene Werkzeuge auszuwechseln.
Da wurde Hersteller BETEK beauftragt und kam mit speziell auf die Anwendung abgestimmten Hartmetallwerkzeugen gerade richtig: Die Werkzeug-Probleme konnten schnell behoben werden.
Die Spezial-Fräskette, die für das selektive Fräsen des unberechenbaren "Gesteins-Cocktails" und für die härteren Gesteinszonen im Einsatz war, wurde mit zwei verschiedenen Typen BETEK Fräswerkzeugen der Baureihe BKF Rundschaftmeißel bestückt, wobei die etwas stärkere Type am äußeren Rand der Fräskette installiert war, wo durch den hohen Gesteinsanteil extrem große Belastungen auf die Werkzeuge einwirkten.
Außer den Werkzeugen wurden auch die Fixierungselemente ausgetauscht - auch da hatte BETEK mit dem Typ S35/22 die richtige Lösung.
Die Hartmetallwerkzeug-Umstellung auf die Marke BETEK bewirkte sofort beim ersten Vor-Ort-Test durch Ulrich Krämer vom BETEK Service Team eine Verdopplung der Werkzeugstandzeit. Durch die spezielle Werkzeug-Geometrie setzten sich die Werkzeughalter nicht mehr mit Material voll und die Fräsmeißel blieben gut drehfähig, was den Verschleiß enorm reduzierte. Die speziellen Ringsicherungen für die Werkzeuge - geliefert zusammen mit den passenden BETEK Wechselwerkzeug Typ BZ 25 - erleichterten zusätzlich das Handling beim Werkzeugwechsel, so dass das Projektteam insgesamt viel besser vorwärts kam als zuvor. Nach den sehr überzeugenden Tests wurden die Spezialfräsen auf BETEK Werkzeuge und Sicherungsringe umgestellt, und der Projekt-Teilschritt konnte zur Zufriedenheit des Teams und der Auftraggeber doppelt so schnell umgesetzt werden.
BETEK ist weltweit führender Hersteller von Hartmetall bestückten Spezialwerkzeugen für Straßenbau, Berg- und Tunnelbau, Spezialtiefbau, Recycling, Verschleißschutz und viele andere Anwendungen. BETEK hat seinen Hauptsitz in Aichhalden nahe Schramberg im Schwarzwald.
Infos unter: www.betek.de