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Fälschungen in China

Kurz nach Eröffnung der Messe „Bauma“ in Shanghai musste der chinesische Aussteller „Everpads Machinery Accessory“ Produkte vom Stand nehmen, weil BETEK erfolgreich Beschwerde eingelegt hatte.

Fälschungen in China

Fälschungen in China
Betek setzt sich gegen Ideenklau zur Wehr

Die Dreistigkeit, mit der chinesische Unternehmen Produkte europäischer Firmen kopieren, ist unglaublich. Auf der Fachmesse „Bauma“ in Shanghai traf BETEK im Herbst 2008 auf chinesische Werkzeughersteller, die mit vielen Exponaten die BETEK-Schutzrechte verletzt haben. Gezielt und gut vorbereitet ging BETEK gegen die Produktpiraten vor – mit Erfolg: Ein chinesischer Aussteller musste seine Schneidewerkzeug-Kopien samt Toolbox vom Stand entfernen.

BETEK-Mitarbeiter Stefan Dettinger, Assistent der Geschäftsleitung, unterstützt von Martin Lenz vom Systempartner Wirtgen GmbH, entdeckten auf dem Stand der chinesischen „Everpads Machinery Accesssory“ die Kopie eines BETEK-Meißels sowie der Toolbox. Davon abgesehen waren nicht nur die Produkte ein Nachbau, auch die Abbildungen im Katalog und in den angeblichen Patentdokumenten stimmten nicht überein. Sie meldeten dies un­verzüglich beim „Beschwerdebüro für geistiges Eigentum“, das der Messeveranstalter auf der Messe eingerichtet hatte. Fast wie erwartet traf tags darauf die Gegenklage ein, die allerdings mangels rechtsgültiger Patentdokumente schnell entkräftet war. Somit blieb dem chinesischen Aussteller nichts anderes übrig, als für den Rest der Ausstellung die Muster des BETEK nachempfundenen Schneidewerkzeugs samt Toolbox zu entfernen. Unterstützt wurde BETEK vor Ort von einem internationalen Anwaltsbüro, das unter anderem auf Produktpiraterie spezialisiert ist. Nach einer Studie des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und An­lagen­­bau) werden die Schäden durch solche Produktkopien (Plagiate) weltweit auf bis zu 660 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Karl Kammerer, Geschäftsführer von BETEK: „Wir haben viele Patente angemeldet, die weltweit Schutz haben. Gerade bei hochwertigen Produkten stehen die Chancen, bei Patentverletzungen Recht zu bekommen, besser als vermutet. Allerdings muss man gut vorbereitet sein; viele Produktpiraten agieren nach dem Motto ‚Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter’. In diesem Fall war für uns der Angriff die beste Verteidigung.“ Die BETEK-Produkte würden immer schneller und in immer minderer Qualität kopiert“, so Kammerer, der gleichzeitig die Bedeutung des Produktionsstandorts Deutschland unterstreicht. „Natürlich macht uns der enorme Preisdruck ausländischer Erzeugnisse zu schaffen. Aber mit hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeitern, unseren innovativen und hochwertigen Produkten und exzellentem Service sind wir allen voraus. Das sind Erfolgskomponenten, die „Made in Germany“ oder „Made in Aichhalden“ sind und sich nicht kopieren lassen.“

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