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Melanie Borho, Technische Zeichnerin
Frau Borho, Sie sind seit Januar 2006 im Werkzeugbau der Firmengruppe SIMON, Bereich Konstruktion tätig. Können Sie uns erklären, was Sie genau machen?
Jedes BETEK-Werkzeug ist ja mit Hartmetallteilen bestückt. Und um diese herzustellen, braucht man ebenfalls Werkzeuge, die in unserer Abteilung konstruiert werden. Dafür erstelle ich die Konstruktionszeichnungen.
Wie muss man sich so ein Werkzeug vorstellen?
Es besteht aus einem Oberstempel, Matrize und Unterstempel. Damit wird das Hartmetall mit einem 12-Tonnen-Druck in die Form gepresst.
Worauf kommt es bei Ihrer Arbeit an?
Vor allem auf höchste Präzision. Die Konstruktion erfolgt übrigens per CAD auf dem Bildschirm. Für eine komplizierte Neukonstruktion benötige ich etwa fünf Arbeitstage, da für jeden einzelnen Fertigungsschritt Pläne erstellt werden müssen.
Sie sind bei BETEK ausgebildet worden. Was haben Sie für einen Beruf gelernt?
Ich bin Technische Zeichnerin, übrigens die erste, die bei BETEK diesen Beruf erlernt hat.
Was war im Rückblick an Ihrer Ausbildung bemerkenswert?
Die Praxisnähe. Ich war in allen Abteilungen des Betriebes, durfte auch wie die Industriemechaniker drehen, fräsen und feilen sowie an modernen Drehmaschinen programmieren. Natürlich war ich auch in der Hartmetallproduktion. Wenn man die Verfahren hautnah erlebt, ist das Konstruieren von Werkzeugen nicht so abstrakt. Man kennt die Abläufe genau und weiß, was die Praxis für Anforderungen an ein Werkzeug stellt. Schön war auch, dass wir von unserem Ausbilder immer unterstützt wurden, zum Beispiel vor Prüfungen.
Wussten Sie, dass Sie nach Ihrer Ausbildung übernommen werden?
Ja, das wurde mir versichert. Voraussetzung war natürlich ein erfolgreicher Abschluss. Und den Beruf kann ich nur weiterempfehlen. Ich finde ihn sehr vielseitig und interessant.
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