Heimspiel
Fräsenoperator Peter Vollmer beim Werkzeugwechsel an der W 35 DC (Foto: BETEK)

Heimspiel

für BETEK Meißel

Einen ganz besonderen Einsatz hatten die BETEK Straßenfräs­werkzeuge in diesem Frühjahr auf dem Firmengelände der Firmengruppe SIMON, zu der BETEK gehört: Das Straßenfräs­unternehmen Kutter war vom Geschäftsbereich SIMON Galvanotechnik, dem unmittelbaren Nachbarn von BETEK für einen Spezialeinsatz beauftragt worden. Der Galvanikbereich wird momentan renoviert und erweitert, um zukünftig die stetig steigenden Aufträge, v.a. aus der Automobilindustrie, bewältigen zu können.

Im Rahmen dieses Erweiterungsumbaus musste ein kompletter Industriehallenboden im älteren Teil des Galvanikgebäudes abgefräst und erneuert werden, kein Problem für die erfahrene Kutter-Crew.

Für die speziellen Anforderungen beim Fräsen in Fertigungshallen bestens ausgerüstet kamen Peter Kolb und Werner Vollmer nach Aichhalden zur Firmengruppe SIMON, im Schlepptau eine WIRTGEN Kaltfräse W35 DC. Diese kleine, leichte und extrem wendige Fräse wird normalerweise für kleinere und besonders präzise auszuführende Straßenarbeiten, z.B. für die partielle Instandsetzung von Fahrbahndecken, das Freifräsen von Kanaldeckeln sowie Markierungs- und Demarkierungsarbeiten eingesetzt.

Auch für das Egalisieren des Hallenbodens im SIMON Galvanotechnik Gebäude war dieser Fräsentyp mit seiner niedrigen Bauhöhe und einem verhältnismäßig geringen Betriebsgewicht von 4.550 kg genau die richtige Wahl: ein größeres und schwereres Modell ließen die baulichen Gegebenheiten in der Halle der Galvanotechnik nicht zu.

Das gewählte Fräsenmodell, das bei SIMON zum Einsatz kam, hatte außer einem speziellen Rußfilter für den Einsatz im Innenbereich noch ein weiteres Ausstattungsdetail, eine sog. Feinfräswalze. Diese ist sehr dicht mit Meißeln bestückt. Die Abstände der Fräslinien werden sehr schmal. Im beschriebenen Einsatz waren sie nur 3 mm breit. Das Ergebnis der Arbeiten mit einer Feinfräswalze ist eine sehr fein strukturierte, äußerst gleichmäßige Oberfläche, was bei der Abtragung des Hallenbodens wesentlich wichtig für die nachfolgende Neubeschichtung des Bodens war. Auch die Frästiefe betrug nur wenige Millimeter. Weitere Ziele für eine optimale Vorbereitung des Bodens für die Erneuerung waren die Beseitigung aller Unebenheiten und das Erstellen einer griffigen Unterlage, was die kleine Fräse mit Bravur meisterte.

Die zu fräsende Unterlage war Beton ohne spezielle Beschichtung, der jedoch extreme Unebenheiten aufwies und teilweise durch die jahrelange industrielle Nutzung verschmutzt war. Das gesamte Fräsgut wurde an ein spezielles Industriesanierungs- und Entsorgungsunternehmen weitergegeben.

Das Abfräsen des Bodens musste bei laufendem Galvanikbetrieb erledigt werden. Dazu wurde der zu renovierende Hallenteil mit einer Schleuse vom restlichen Betrieb abgetrennt und mit einer speziellen permanent aufrechterhaltenen Staubabsaugung und Luftfilterung ausgestattet, so dass während der Bodenarbeiten nebenan die dekorativen Veredelungsprozesse von besonders empfindlichen Automotive Interieurteilen non Stopp weitergehen konnten.

Im Einsatz auf der Feinfräse waren, naheliegend, die passenden Feinfräsmeißel von BETEK, Typ W4/13, die von BETEK natürlich direkt auf der Baustelle im Nachbargebäude abgeliefert wurden. Für Firma BETEK, die Baustellen auf der ganzen Welt betreut, war dies mit Sicherheit der kürzeste Weg zur Baustelle in der gesamten 30-jährigen Firmengeschichte.

Nach zwei Einsatztagen bei der Firmengruppe SIMON hatte das erfahrene Operatorduo Peter Kolb und Werner Vollmer den Fräsauftrag erledigt. Für sie ging die Reise sofort im Anschluss weiter zu einem Tunnelprojekt in Luxemburg.

Bei der SIMON Galvanotechnik gehen unterdessen die Ausbauarbeiten weiter. In 2012 soll eine weitere automatische Galvanikanlage zur Veredelung von Kunststoffteilen installiert und in Betrieb genommen werden. Im renovierten Hallenteil werden Flächen zur Arbeitsvorbereitung, zum Be- und Entladen der Automaten und zur Nachbehandlung und 100%-Kontrolle der Galvanikprodukte entstehen. Derzeit wird ein neuer Spezialboden nach Vorgabenstandard der Kunden aus dem Automotive Bereich eingebaut.

BETEK ist weltweit führender Hersteller von Hartmetall, hartmetallbestückten Spezialwerkzeugen und Verschleißschutzlösungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Nähe von Schramberg im Schwarzwald hatte erste Markterfolge mit Spezialwerkzeugen für den Bereich Bergbau. Das Portfolio wurde in den vergangenen Jahren erfolgreich auch auf andere Branchen und Bereiche erweitert, z.B. Straßenbau, Tunnelbau, Spezialtiefbau, Surface Mining, Zerkleinerungstechnik aller Art, Recycling, Bodenbearbeitung und Biomasseherstellung. Zusätzlich hat BETEK ein umfassendes Angebot an Hartmetall in den verschiedensten Geometrien und Qualitäten für vielfältige industrielle Einsatzbereiche im Programm. Seit 1993 gehört BETEK zusammen mit der SIMON Firmengruppe, die aus 4 Einzelunternehmen und 5 Profit Center besteht, zur INDUS Holding AG.